Chronik Teil 6

Bei der Wanderveranstaltung im Juni sowie der Jubiläumsveranstaltung anlässlich des 100jährigen Bestehen des Gesangvereins Viktoria-Unglinghausen übernahm der Löschzug die Aufgabe der Verkehrsleitung.

Der Löschzug Unglinghausen nahm zum ersten Mal am Leistungswettkampf in Wilnsdorf mit Erfolg teil.

Im Dezember kam ein großes Ereignis auf die Wehr zu. Nach langer Prüfung und vielen Für und Wider im Rat im Rat der Gemeinde Netphen wurde der Spatenstich getan. Hierzu ein Satz aus der Westfälischen Rundschau: „Für die örtliche Feuerwehr sind neben einem Schulungsraum, eine Werkstatt, ein Abstellraum sowie sanitäre Einrichtungen notwendig“. Löschzugführer Zaharanski betonte: „Räume, die für Ausbildung und Schulung unserer freiwilligen Helfer unbedingt notwendig sind“.

Im Sommer 1983 war es dann soweit, der Richtbaum konnte auf das Gebäude (Anbau) aufgezogen werden. Im Untergeschoss sollte die Feuerwehr ihre Räume bekommen und im Obergeschoss soll eine Lehrküche der Sonderschule eingerichtet werden.

Am Verbandtag in Geisweid nahmen zwei Kameraden teil. Auch wurde am Festumzug , anlässlich des Jubiläums der Feuerwehr Geisweid mit einer großen Abordnung teilgenommen. Am Leistungsnachweis in Geisweid nahm ebenfalls ein Gruppe mit Erfolg teil.

Strahlende Gesichter konnte man im November bei der Einweihung des Anbaues der Talschule und des Feuerwehrgerätehauses sehen. Bürgermeister Zimmermann konnte in seinem Grußwort neben den Repräsentanten des Rates und der Verwaltung der Gemeinde Netphen, Schulrätin Hartmann, den Löschzug Unglinghausen, Gemeindebrandmeister Otto Nöh, den stellvertretenden Kreisbrandmeister Horst Reh sowie die Löschzugführer der benachbarten Löschzüge willkommen heißen. Zimmermann sprach das aus, was allen auf dem herzen lag: Für die Feuerwehr ist es ein Heimstätte, wie sie besser nicht sein könnte. Das Gemeinschaftsprojekt – Feuerwehr und Schule ist für den Ortsteil Unglinghausen eine Bereicherung geworden.

Den Dank für den neuen Schulungsraum und die angegliederten Sozialräume überbrachte freudestrahlend Löschzugführer Engelbert Zaharanski. Doch vor die Feierstunde, die im Gymnastikraum stattfand, überraschte der Löschzug Unglinghausen die Gäste mit einer historischen Löschübung. Mit der alten noch voll funktionsfähigen Spritze wurde eine Löschübung durchgeführt. Die alte Spritze wurde nach langer Suche irgendwo in einer Scheune entdeckt. Von einigen Kameraden und einem Gründer der Freiwilligen Feuerwehr wurde sie liebevoll überholt, somit wieder voll Einsatzfähig gemacht. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für die viele Arbeit, besonders gilt dieses dem Gründer Jakob Wagner.

Gemeindedirektor Dr. Bernd Jartwig gebrauchte in seinem Grußwort folgende Schlagworte: Bürgernähe – Sparsamkeit – Unbürokratie. Zu den kosten konnte Dr. Jartwig nur solches sagen: Eine halbe Million sei eingeplant, aber man hätte nur 413.000 Mark gebraucht. Die Kosten für den Erweiterungsbau des Feuerwehrgerätehauses betrugen insgesamt 227.000 Mark.

Auf der Jahresdienstbesprechung 1984 wurde beschlossen, sich der Bevölkerung bei einem -Tag der offenen Tür- vorzustellen.

Im Januar sowie auch im Februar 1984 musste die Wehr zu Hochwassereinsätzen ausrücken. Zur Hilfeleistung wurden die Züge aus Herzhausen und Dreis-Tiefenbach angefordert.

Der Tag, wo sich der Löschzug Unglinghausen mit seinem neuen Heim der Bevölkerung vorstellen wollte, wurde auf den 20. Mai festgesetzt. Unter reger Beteiligung der Einwohner stellten sich viele Fahrzeuge aus der Gemeinde Netphen vor. Aus der Nachbargemeinde Kredenbach war auch ein zu sehen. Vor allem wurde die DL 30 aus Netphen bewundert. Den Kameraden bei den anwesenden Löschfahrzeugen, die immer nach Gerät, Fahrzeug usw. gefragt und mit viel Sachverstand Auskunft gaben, sei an dieser Stelle einmal ein recht herzliches Dankeschön gesagt. Aber auch für das leibliche Wohl der Besucher war bestens gesorgt. Erbsensuppe wurde im „Hordentopf“ über einem offenen Feuer gekocht, so dass jedermann sehen konnte, was es zu essen gab. Unseren Frauen und Bräuten ein ganz besonders herzliches Dankeschön für die geleistete Arbeit, wie Waffeln backen, u.s.w..

Chronik Teil 7