Chronik Teil 5

Im November 1965 übergab Bürgermeister Bruch das neue Gerätehaus an Brandmeister H. Giebeler.

Gerätehaus für die Feuerwehr
Unglinghausen, 15. Nov. Ein neues Feuerwehrgerätehaus nahmen am Samstag die Wehrmänner der Gemeinde in Besitz. Aus Anlass der Schlussübung konnte Bürgermeister Bruch das Gerätehaus an Brandmeister Giebele r übergeben. Der Brandmeister dankte im Namen seiner Kameraden der Gemeinde und allen, die sich für das Gelingen dieses Werks eingesetzt haben. (Giebeler verband damit den Wunsch, dass es in der Gemeinde für alle Zukunft Männer geben möge, die sich für den Dienst am Nächsten freiwillig melden. Abends trafen sich die Wehrmänner mit ihren Frauen zu einem gemütlichen Beisammensein in der Gaststätte Bruch. Mittelpunkt aller Gespräche war auch hier das neue Feuerwehrgerätehaus.
Bericht aus der Siegener Zeitung vom 15.11.1965 (Zitat)

In dieser Zeit wurde oft von einem neuen Fahrzeug gesprochen. 1966 war es dann soweit, von der Wehr aus Dreis-Tiefenbach bekam Unglinghausen einen VW-Bus. Dieser konnte mit der TS8/8 beladen werden.
Ostern 1967 sollte der VW-TSF zum ersten Mal bei uns zum Einsatz kommen. An der Lichtenhardt war ein Waldbrand ausgebrochen. Zur Unterstützung eilten die Wehren aus der Amt Netphen herbei.
Infolge der kommunalen Neugliederung im Land Nordrhein-Westfalen, ab 1.1.1969, änderte sich auch einiges für die Freiwillige Feuerwehr. Waren die einzelnen Wehren bis jetzt in den Gemeinden selbständig, so hieß es ab 1.1.1969 Freiwillige Feuerwehr Netphen, Löschzug Unglinghausen.
Aus den Löschzügen Dreis-Tiefenbach, Unglinghausen, Herzhausen und Eschenbach wurde der 1. LR-Zug gebildet, unter der Leitung von OBM Werner Flender vom LZ Dreis-Tiefenbach. Sein Stellvertreter wurde BM Karl Schmick, LZ Unglinghausen.
Bei der Kreisarbeitstagung in Deuz wurde der Löschzug Unglinghausen bei der Schul- sowie auch der Angriffsübung eingesetzt.
Im Sommer 1970 brannte, durch Blitzschlag verursacht, die Scheune mit Stallungen des Landwirtes Friedhelm Stein nieder.
Im selben Jahr fand in Münster/Westf. der Bundesfeuerwehrtag statt. Es war ein großes Erlebnis für die Kameraden, die dabei sein konnten.
An dem im Oktober bis Dezember 1970 auf Gemeindeebene durchgeführten Oberfeuerwehrmann-Lehrgang nahmen zwei Kameraden mit Erfolg teil.
Im Oktober 1971 konnte der Löschzug Unglinghausen ein neues Fahrzeug in Dienst stellen. Die Wehr erhielt einen Ford-Transit, ein TSF (Tragkraftspritzenfahrzeug mit feuertechnischer Beladung und einer Besatzung von 1/5 Mann). Der VW-Bus wurde der Wehr in Eschenbach übergeben.
Bei der Schlussübung 1972 wurden die Kameraden Heinz Giebeler, Karl Schmick, Willi Bruch, Günter Schneider, Helmut Jung, Wilhelm Bruch und Reinhard Dirlenbach mit dem Feuerwehr Ehrenabzeichen in Silber ausgezeichnet. Gemeindebrandmeister Otto Nöh mit Unterstützung des Bürgermeisters Zimmermann nahm diese Ehrung vor.
Im Jahr 1973 wurde die Wehr zu verschiedenen Einsätzen gerufen, hauptsächlich wegen Flämmen entstanden Flächenbrände.
An dem Oberfeuerwehrmann-Lehrgang, der im Oktober 1974 von der Stadt Siegen ausgerichtet wurde, nahm ein Kamerad mit Erfolg teil. Im Dezember erhielt der Löschzug Unglinghausen ein neues Löschfahrzeug, ein LF8. Das TSF-Fahrzeug wurde dem Löschzug Eschenbach überstellt. Auch wurde die Wehr in dieser Zeit mit Funkgeräten ausgerüstet.
Das Gemeinschaftskonzert der Musik- und Spielmannszüge der Feuerwehr des Kreise Siegen zu Gunsten behinderter Kinder, in der Siegerlandhalle, wurde zahlreich besucht.
An der Landesfeuerwehrschule in Münster/Westf. nahm OFM Engelbert Zaharanski im Feb. 1976 an einem Brandmeister-Lehrgang mit Erfolg teil. Bei der Jahresabschlussübung wurde ihm die Urkunde nebst Beförderung durch Gemeindebrandmeister Nöh überreicht.
1978 wurde OFM Hans Wagner mit dem Feuerwehr-Ehrenabzeichen in Silber ausgezeichnet. Zu dieser Zeit wurde auch durch die Wehr der Beitritt zur Festgemeinschaft gegeben, Zeltbau.
Bei der Jahresdienstbesprechung 1980 gab der bisherige Löschzugführer OBM Heinz Giebeler bekannt, dass er im Mai wegen Erreichen der Altersgrenze sein Amt zur Verfügung stelle. Dem anwesenden Gemeindebrandmeister wurde nur ein Vorschlag von den Kameraden unterbreitet. Zu seinem Nachfolger wurde BM Zaharanski gewählt.
Hochwassereinsatz durch Schneeschmelze verursacht, im Januar 1980 in der Wolfsbornstraße. Im Mai 1980 trat OBM Giebeler, mit dem Verdienstorden in Silber ausgezeichnet, als EHREN-Oberbrandmeister seinen Ruhestand an. Für seine 33-jährige Löschzugführertätigkeit wurde ihm von den Kameraden ein Geschenk überreicht.
Beim Kreisposaunenfest 1980 übernahm der Löschzug Unglinghausen die Verkehrleitung.
Bei der Jahresabschlussübung wurden die Kameraden OFM Heinz Wagener, OFM Emil Bruch und OFM Elmar Schreiber mit dem Feuerwehr-Ehrenabzeichen in Silber ausgezeichnet. Die Ehrung wurde durch Gemeindedirektor Dr. Jartwig vorgenommen.
Auch wurde die Wehr 1981 in die Wolfsbornstr. zum Hochwassereinsatz gerufen.
Der erste Wandertag 1981, Ausrichter war eine Abteilung des TUS, sah die Wehr als Verkehrsleitung.
Im März 1981 wurde die Wehr zu einem Waldbrand am Eichberg gerufen, wo trotz Einsatz verschiedener Wehren etwa 4 – 5 ha Fichtenschonung ein Opfer der Flammen wurden.
Chronik Teil 6