Chronik Teil 3

Auf der Schlussübung versprach der Amtsbrandmeister Mockenhaupt, dass die Freiwillige Feuerwehr Unglinghausen in absehbarer Zeit mit einer Motorspritze ausgerüstet würde.
Bei der Jahresdienstbesprechung 1952 wurde bekannt, dass ein Kamerad zu Ausbildung als Maschinist nach Warendorf/Münster kommen sollte. Doch die Meldung hierfür ließ bis zum März 1953 auf sich warten.
Im Oktober 1954 war es nun soweit. Mit Blumen geschmückt wurde eine neue Motorspritze unterhalb des Dorfes in Empfang genommen. Kamerad Günter Schneider fand die richtigen Worte:

Die Ziege, die wir sonst brauchten, kann endlich im Stall verschnaufen. Denn was immer schon versprochen, ist nun endlich eingetroffen.

Zu diesen Zeilen ist einiges zu bemerken:
Zur Schlussübung 1953 waren auch verschiedene Herren der Amtsverwaltung anwesend, und nach der Übung wurde auf dem Weg zum Spritzenhaus, zu aller Gaudi, eine Ziege vor die Spritze gespannt. Dieses war den Herren der Verwaltung doch zu viel des Spottes, deshalb auch schnellstens die Motorspritze. Die TS4/4 erhielt ihren vorläufigen Standort in einem Schulkeller. Nachdem ein maßgeschneiderter Anhänger beschafft worden war, wurde der Dienst immer freudiger gemacht.

Unglinghausen, 2. Nov. Die Freiwillige Feuerwehr erhielt am Samstag eine neue Motorspritze. Erfreut über die Zuteilung eines modernen Löschgerätes führten es die Feuerwehrmänner mit Blumen bekränzt in feierlichem Zug durch den Ort. Vorübergehend wird die Spritze in dem Schulkeller untergestellt, bis sie ein demnächst noch zu errichtender Feuerwehrraum zur sorgfältigen Aufbewahrung aufnimmt. Die freiwillige Feuerwehr wird nun mit dem Gerät fleißig üben, um es demnächst in der Schlussübung offiziell in den Dienst stellen zu können. Mit der Beschaffung der Motorspritze ist der Feuerschutz in der an der Amtsgrenze gelegene Gemeinde Unglinghausen sichergestellt und der derzeitige Standort der Spritze ist insofern günstig, als er im Mittelpunkt des langgezogenen Ortes liegt.
Bericht aus der Siegener Zeitung vom 2.11.1954 (Zitat)

Im Jahr 1955 wurde das neue Gerät verschiedene Male von der Bevölkerung in Anspruch genommen.
Als letzte Wehr in dem Amt Netphen hielt die Freiwillige Feuerwehr Unglinghausen ihre Schlussübung ab. Amtsbrandmeister Mockenhaupt, sowie Oberbrandmeister Jochum, Dreis-Tiefenbach, fanden anerkennende Worte über die Einatzkraft der Wehr.

Unglinghausen, 13. Dez. Als letzte Wehr des Amtes Netphen hielt die Freiwillige Feuerwehr des Ortes am Samstag ihre Schlussübung unter der Leitung von Brandmeister Giebeler ab. Ihr wohnten Amtsbrandmeister Mockenhaupt und Oberbrandmeister Jochum bei, die sich über die Einsatzkraft der Ortswehr anerkennend äußerten. An der Übung nahmen auch die Sanitätsbereitschaft von Unglinghausen und eine Abordnung der Dreis-Tiefenbacher Sanitäter teil. Ihnen wurde für ihre Leistung gleichfalls Anerkennung zuteil.
Bericht aus der Siegener Zeitung vom 13.12.1954 (Zitat)

Chronik Teil 4